Um es gleich an den Anfang zu stellen: Der größte Teil unserer Ligaspieler beachtet die Regeln und bringt den Schiedsrichtern den nötigen Repekt entgegen. Leider gibt es aber auch den anderen Teil, der meint, dass Regeln für sie nicht gelten und dass man Schiedsrichter als Bedienstete behandeln kann oder als Blitzableiter für persönlichen Frust.

 Bereits nach dem zweiten Spieltag der laufenden Ligasaison sieht sich die BBU genötigt, diesen Beitrag zu veröffentlichen. Anscheinend hat ein Teil unserer Spieler noch immer nicht begriffen, dass die Corona-Zeit mit ihren vielen Lockerungen vorbei ist und demzufolge wieder in vollem Umfang die Regelungen der Sportordnung gelten.

Nachfolgend nur ein kleiner Auszug der Vorfälle:

Irgendwie scheint in Vergessenheit geraten zu sein, dass ein Spieler jederzeit seine korrekten Spieldokumente vorzeigen können muss. Und dass Schiedsrichter jederzeit Spieldokumente einzelner Spieler oder von Mannschaften verlangen können. Was bei den bisherigen Kontrollen an Unkorrektheiten bei den Spieldokumenten aufgetreten ist, ist kaum zu glauben:

  • fehlende Unterschrift im Spielerpass
  • Spielerpass älter als 12 Jahre
    • Ein Spielerpass hat, gerechnet ab Ausstelungsdatum, eine maximale Gültigkeit von 12 Jahren. Danach ist der Pass ungültig, auch wenn eine gültige Beitragsmarke aufgeklebt ist.
    • Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer muss für den Spielerpass eine Zweitschrift beantragt werden.
    • Eine Beitragsmarke darf nur in die dafür vorgesehenen Felder eingeklebt werden.
  • fehlende Formulare, z.B. bei Neuanmeldungen

 Die am Ligastart ausgegebenen Spielzettel sind Dokumente und entsprechend zu behandeln. Sie dienen einerseits dem Schiedsrichter oder Auswerter zur Eingabe der Ergebnisse ins Ligaprogramm, andererseits aber auch dem Bereichssportwart zur Kontrolle.

Die Schiedsrichter sind angehalten, unkorrekt, unleserlich oder unvollständig ausgefüllte Spielzettel nicht zu akzeptieren.

Zudem sieht sich die BBU genötigt, sich schützend vor ihre Schiedsrichter zu stellen, die sich Respektlosigkeiten und rüpelhaftes Benehmen gefallen lassen müssen. Von sportlich fairem Verhalten keine Spur.

Um wieder zu einem respektvollen Umgang zu gelangen, sind die Schiedsrichter aufgefordert, eine harte Linie zu verfolgen, Respektlosigkeiten und rüpelhaftes Benehmen direkt selber zu ahnden und/oder im Schiedsricherbericht zu vermerken. Leider sind derlei Vorfälle in der Vergangenheit viel zu selten angezeigt worden.

Für derartige Vorkommnisse kann der Schiedsrichter - je nach Schweregrad - eine rote oder gelbe Karte geben.Eine rote Karte gegen einzelne Spieler hat eine sofortige Disqualifikation sowie eine Spielsperre zur Folge. Nach zwei gelben Karten in einer Saison - egal, bei welchem Wettbewewrb sie gegeben wurden - wird ebenfalls eine Spielsperre fällig; diese ist auch saisonübergreifend wirksam.

 Es ist frustrierend, dass man in einem Sportverband Sportlichkeit und respektvollen Umgang einfordern muss.

Raimund Hessling
Vorsitzender